Große Prozession zu Mariä Himmelfahrt - Bitten für Kraft und Respekt

Warendorf - Die der Muttergottes mit dem Jesuskind und die Monstranz wurden am Sonntag während der großen Stadtprozession durch die Straßen und Marienbögen getragen. Die Gläubigen erbaten Frieden, Trost und Gesundheit.

Die Statue der Gottesmutter Maria und die Monstranz wurden durch die Straßen und Bögen in der Stadt von Altar zu Altar getragen. Foto: Greta Haberstroh

Am Sonntag war der traditionelle Höhepunkt von Mariä Himmelfahrt: die festliche Stadtprozession durch die geschmückte Altstadt. Nach dem Festhochamt in der Laurentiuskirche mit Generalvikar Dr. Norbert Köster am Morgen startete die Prozession durch die acht Marienbögen. Passend zum Auszug der großen Prozession ließ sich die Sonne immer mal wieder blicken.

Auch in diesem Jahr schlossen sich hunderte Gläubige an. Zahlreiche Bürger, Geistliche, Vertreter der Stadt und Politik sowie die Pfadfinder und erstmals dabei die junge Damengarde des Bürgerschützenvereins zogen durch die mit zahlreichen Blumen, Mariendarstellungen und Prozessionsfahnen geschmückte Innenstadt. Das Fest Mariä Himmelfahrt wird in Warendorf inzwischen seit 265 Jahren gefeiert.

Anders als sonst führte die Route jedoch nicht über den Marktplatz. Aufgrund der derzeitigen Bauarbeiten stand dort erstmals seit 70 Jahren kein Bogen. Die Statue der Gottesmutter Maria und die Monstranz wurden durch die Bögen der Stadt von Altar zu Altar getragen. Station wurde an den Altären am Osttor, der Volkshochschule, der Marienkirche und auf dem Laurentiuskirchplatz gemacht.

In den Fürbitten wurde für Zusammenhalt, Miteinander, Respekt und Kraft gebeten. Auch persönliche Bitten aus der Gemeinde, die am Samstagabend während der Illumination der Innenstadt aufgeschrieben werden konnten, wurden verlesen: „Ich wünsche mir eine Welt ohne Krieg“, „Ich bete, dass ich den Krebs besiege“, „Ich wünsche mir Frieden in der Familie“.

Die Marienlieder begleiteten musikalisch die Bläsergruppe und die Kirchenchöre der Pfarrgemeinde St. Laurentius. Im Anschluss an die fast zweistündige Prozession erhielten die Gläubigen den eucharistischen Schlusssegen in der Laurentiuskirche.