14.12.2011 10:31 Alter: 2 Jahr(e)

Leuchtende Augen sagen Danke

Von: DANIELA GEUER

Warendorf - Lange dauert es nicht mehr, bis in vielen Haushalten eine knusprige Weihnachtsgans, ein saftiger Braten und zahlreiche andere Leckereien zum Fest auf den Tisch kommen. Doch so gut geht es längst nicht allen Warendorfern. Wie gut, dass es den Caritas Warenkorb gibt, der an dieser Stelle für Menschen da ist, die schon unter alltäglichen Umständen Schwierigkeiten haben, mit ihrem Budget die Nahrungsmittel für eine Woche zu kaufen.

Nachdem kürzlich die Aktion „Kauf eins mehr“ stattfand, ist die Vorratskammer des Caritas Warenkorbes wieder mit allerlei Lebensmitteln prall gefüllt.Foto:(Geuer)

Jetzt konnte der Warenkorb ein kleines Jubiläum feiern. Am ersten Dezember wurde er fünf Jahre alt. Josef Hörnemann erinnert sich: „Bei der ersten Ausgabe mussten wir die vom Sozialamt benannten Personen noch ansprechen, danach wurde die Ausgabe zum Selbstläufer.“ Die Idee für den Warendorfer Warenkorb kam damals aus den Pfarrcaritasgruppen und die ersten Ausgaben wurden jede Woche im Pfarrheim von St. Laurentius vorgenommen. Später war die Ausgabe im Kleiderladen an der Oststraße beheimatet. Das stellte sich im Laufe der Zeit jedoch nicht als sinnvoll heraus. „Es war einfach zu trubelig dort, da die Kleidung jedes Mal zur Seite geräumt werden musste“, erklärt Josef Hörnemann. Im April 2008 fand der Caritas Warenkorb durch einen glücklichen Zufall seine heutige Heimat am Kletterpohl. Nachdem dort die Sozialstation ausgezogen war, konnten die Ehrenamtlichen ihre neuen Räume beziehen.

Heute werden mit den Warenkörben an zwei Ausgabetagen insgesamt über 300 Personen mit Lebensmitteln versorgt. Dahinter stecken unzählige Stunde ehrenamtlicher Arbeit. Denn auch wenn der Warenkorb unter dem Dach der Caritas angesiedelt ist, so wird er ausschließlich von ehrenamtlichen Helfern gemanaget. „Da kommen schnell 15 und mehr Stunden pro Woche zusammen“, sagt Hildegard Hartmeier, die zusammen mit Johanna Lietkamp, Ralf Borgmann und Egon Gospodarek das Leitungsteam bildet. Wenn es hier einmal eng wird, bekommen die Vier Unterstützung durch das erweiterte Leitungsteam mit Karl Kipp Ernst Ruholl, Maria Hauphoff und Anneliese Ruten. Insgesamt steht jedoch eine Mannschaft von 52 engagierten Helfern hinter dem Warenkorb. „Ohne das Engagement der Ehrenamtlichen wäre der Warenkorb nicht da, wo er heute ist“, sagt Hörnemann erfreut.

Jeden Dienstag und jeden Freitag werden unzählige Körbe von den Helfern mit Lebensmitteln befüllt. Dabei sind die Körbe unterschiedlich gekennzeichnet. „Körbe mit einem gelben Schild sind für Familien und grüne Schilder sind das Kennzeichen für eine Einzelperson“, erläutert Hildegard Hartmeier. Andere Farben kennzeichnen Körbe für muslimische Familien, Ehepaare ohne Kinder oder Diabetiker. Entsprechend der Kennzeichnung der Körbe, haben die Abholer der Lebensmittel Ausweise in den entsprechenden Farben. „Dann geht es beim Verteilen einfach schneller“, sagt Hartmeier zu dem System.

Der Warenkorb bekommt seine Lebensmittel von fast allen Supermärkten in der Region, sowie von führenden Lebensmittelherstellern aus dem Umland. „Wir leben davon, dass gut erhaltene Lebensmittel nicht gleich weggeworfen werden müssen“, erläutert Josef Hörnemann. Dennoch muss auch der Warenkorb darauf hinweisen, dass die Nahrungsmittel „auf eigene Gefahr“ verbraucht werden. Eine wirkliche Gefahr geht von den Sachen jedoch nicht aus. „Wir wurden vom Gesundheitsamt überprüft und wir halten die Kühlketten ein.“

Eine weitere Stütze des Warenkorbs sind die privaten Spender. Mancher gibt regelmäßig Lebensmittel ab, andere helfen durch Geldspenden. Seit zwei Jahren organisiert eine Warendorferin zu Weihnachten Geschenke für die Kinder der „Warenkorbfamilien“. „Das führt zu leuchtenden Augen“, sagt Hildegard Hartmeier.

Überaus erfolgreich lief in diesem Jahr auch die Aktion „Kauf eins mehr“ am vergangenen Samstag. 40 große Körbe kamen beim Edeka-Markt Buller und beim Hit Markt für den Warenkorb zusammen. Viele Warendorfer nutzten die Gelegenheit des Wochenendeinkaufs und kauften gleich für den Warenkorb mit ein, so dass die ehrenamtlichen alle Hände voll zu tun hatten.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterSiehe auch Cariats Warenkorb


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